Was ist Gicht?

 

Gicht ist eine schmerzhafte Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie) verursacht wird. Dabei bilden sich Harnsäurekristalle, die sich vor allem in den Gelenken, aber auch in Weichteilen und Organen ablagern. Dies führt zu akuten Entzündungen und starken Schmerzen, besonders häufig im Großzehengelenk (Gichtanfall). Ohne Behandlung kann Gicht chronisch werden und zu Gelenkschäden sowie Nierenproblemen führen.

 

Symptome

 

Typische Symptome eines Gichtanfalls:

 • Plötzliche, starke Schmerzen in einem oder mehreren Gelenken

 • Rötung, Schwellung und Überwärmung des betroffenen Bereichs

 • Eingeschränkte Beweglichkeit

 • Fieber und allgemeines Unwohlsein (in schweren Fällen)


Naturheilkundliche Behandlung von Gicht

Die Naturheilkunde setzt auf eine ganzheitliche Behandlung, um die Ursachen der Gicht zu bekämpfen, den Harnsäurespiegel zu senken und akute Entzündungen zu lindern. Hier sind einige bewährte Methoden:

 1. Ernährung als Schlüssel zur Heilung

 Da Gicht oft durch eine purinreiche Ernährung verschlimmert wird, ist eine bewusste Ernährungsumstellung essenziell.

Empfohlene Lebensmittel:

 • Basenreiche Ernährung mit viel Gemüse (z. B. Sellerie, Gurke, Brokkoli)

 • Obst mit niedrigem Fruchtzuckeranteil (z. B. Beeren, Kirschen, Zitronen)

 • Vollkornprodukte anstelle von Weißmehl

 • Hochwertige pflanzliche Proteine (z. B. Hülsenfrüchte, Nüsse in Maßen)

 • Viel stilles Wasser und basische Kräutertees (z. B. Brennnesseltee)

 Zu vermeiden:

 • Fleisch und Innereien (besonders Schweinefleisch, Leber, Wurst)

 • Fischarten mit hohem Purinanteil (Sardinen, Hering, Makrele)

 • Alkohol, besonders Bier und Hochprozentiges

 • Zuckerhaltige Softdrinks und Fruchtsäfte

 2. Heilpflanzen und Naturheilmittel

 • Brennnesseltee: Fördert die Harnausscheidung und hilft, Harnsäure auszuscheiden.

 • Löwenzahn: Unterstützt die Leber und die Nieren bei der Entgiftung.

 • Kirschen und Kirschsaft: Haben entzündungshemmende Eigenschaften und senken den Harnsäurespiegel.

 • Apfelessig: 1 EL in einem Glas Wasser kann den Säure-Basen-Haushalt regulieren.

3. Basische Anwendungen & Entgiftung

 • Basenbäder (z. B. mit Natron oder Basensalz): Unterstützen die Entsäuerung des Körpers.

 • Heilerde: Kann innerlich eingenommen oder als Umschlag auf schmerzende Gelenke gelegt werden.

 • Leberwickel: Fördern die Entgiftung und Stoffwechselprozesse.

 4. Bewegung & Stressreduktion

 • Regelmäßige Bewegung: Sanfte Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Spaziergänge helfen, den Stoffwechsel zu regulieren.

 • Stressabbau: Meditation, Atemübungen und ausreichend Schlaf senken Stresshormone, die Entzündungen begünstigen.


Fazit

Gicht ist gut mit naturheilkundlichen Methoden behandelbar, wenn eine konsequente Ernährungsumstellung, gezielte Heilpflanzenanwendungen und basische Maßnahmen kombiniert werden. Durch regelmäßige Entgiftung, Bewegung und Stressreduktion kann nicht nur ein akuter Gichtanfall gelindert, sondern auch langfristig das Risiko für neue Anfälle minimiert werden.

 

 

 

Falls du weitere Fragen hast oder eine individuelle Beratung benötigst, stehe ich gerne zur Verfügung!